EAK Kreisverband Wesel

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Martin muss bleiben!

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Die jüngsten Forderungen von Vertretern der Linkspartei, die jährlich stattfindenden Martinsumzüge abzuschaffen oder zumindest, um der zentralen Figur des Martin beraubt, nur noch als Sonne, Mond und Sterne-Umzüge stattfinden zu lassen, dienen nicht der Integration oder der Verminderung von Diskriminierung, sondern sind nur ein weiteres Beispiel für eine übertriebene und vorrauseilende Form von Aufgabe eigener Werte und Traditionen. Für katholische Christen ist Martin, der spätere Bischof von Tours ein heiliger und wird somit verehrt. Evangelische Christen, die keine Heiligenverehrung kennen, gedenken mit ihren Martinsumzügen der beispielhaften Tat der Mantelteilung und stellen diese als Vorbild für unser eigenes Leben in den Mittelpunkt.

Man muss also nicht an die Heiligkeit des ehemaligen römischen Soldaten Martinus glauben, um am Martinstag dem bewunderungswürdigen Akt der Nächstenliebe zu gedenken. Vielmehr sind alle eingeladen an Martinsumzügen teilzunehmen, denen die Wichtigkeit des Teilens mit Ärmeren und Mitleid mit Bedürftigen ein Anliegen sind.

Die Figur des Martin ist aber unverzichtbar, da es eben sein damaliges Handeln war, welches ein für alle fassbares, bis heute bekanntes Vorbild gibt. Deutlicher als mit dem nachgespielten Akt der Mantelteilung lässt sich Kindern nicht vermitteln, wie wertvoll und erstrebenswert Teilen ist.

Und wer dennoch der Meinung ist, es bedürfe keines Hinweises auf das Christentum, der kann ihn ja ausblenden und einfach mitgehen, weil es schön ist!

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 08. November 2013 um 21:45 Uhr