EAK Kreisverband Wesel

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Kreisverband Wesel

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Bezirkstag des EAK Niederrhein 2018

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Wie vor zwei Jahren hat der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Niederrhein auch in diesem Jahr seine Delegiertenversammlung in der Krefelder Erlöserkirche durchgeführt. Die Vorstandsneuwahlen, von dem erfahrenen Peter Hohl geleitet, boten keine Überraschungen. Der Vorsitzende, Prof. Dr. Jürgen Plöhn (Kreisverband Neuss), seine beiden Stellvertreter, Dr. Wilhelm Flick (KV Kleve) und Hans Machate (KV Krefeld) wurden ebenso in ihren Ämtern bestätigt wie der Schriftführer Michael Hollweg (KV Neuss) und die wiederkandidierenden Beisitzer. Für den aus beruflichen Gründen fortgezogenen Michael Mühlenhoff präsentierte der Kreisverband Kleve nun seine neue Vorsitzende, Ragnhild Lorenz. Durch die Wahl von Dagmar Betz (KV Neuss) zur Mitgliederbeauftragten gelangte eine weitere Frau in den Bezirksvorstand, dem darüber hinaus weiterhin Ingrid Meinert, Ulrike Rotterdam, Marion Teuber Helten und Marion Violett-Puder sowie Hans-Henning von Bassewitz, Jan Dauber, Dr. Hermann Schmitz und Guntram Teichgräber angehören. Damit sind wie zuvor alle sechs Kreisverbände im Bezirksvorstand vertreten.

Hatte der Bezirksvorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht auf die Lebendigkeit des EAK Niederrhein hingewiesen, unterstrich das die Krefelder Bundestagsabgeordnete Kerstin Radomski mit ihrem Vortrag über „Bildung, Werte, Zukunft“. Denn er führte die Teilnehmer in die gerade anlaufende Debatte um ein neues Grundsatzprogramm der CDU hinein. Anhand weniger Stichworte machte Radomski klar, wieviel sich in den gerade einmal zehn Jahren seit der Verabschiedung des letzten CDU-Grundsatzprogramms verändert hat: Von Smartphone über Energiewende und Flüchtlingsproblematik bis zur AfD ist die deutsche Gesellschaft heute von anderen Realitäten geprägt als bei der Erarbeitung des geltenden Programms. Auch der Vielfalt der Glaubensvorstellungen und Lebensentwürfe müsse heute verstärkt Rechnung getragen werden.

Vor diesem Hintergrund maß Radomski dem gesamten Bildungs- und Forschungsbereich, für den sie im Haushaltsausschuss des Bundestages zuständig ist, eine besondere Bedeutung für den Zusammenhalt wie auch für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Gesellschaft bei. Angesichts der zu beobachtenden Defizite bei der Alphabetisierung von Viertklässlern meinte die Mutter zweier Kinder: Die Kernaufgabe der Grundschule müsse in der Vermittlung der zentralen Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen liegen! Sorge bereite ihr die Aufkündigung des „Schulfriedens“, zu dem sich die CDU bereit gefunden hatte, durch die SPD. Sympathie ließ Radomski für die Initiative der neuen Bundesbildungsministerin zur Stärkung der beruflichen Bildung erkennen. Im Rahmen des dualen Systems, das international stark beachtet werde, würden nun auch Auslandsaufenthalte im Rahmen einer Ausbildung möglich.

Der von Kerstin Radomski geschlagene Bogen schloss auch das Schulsanierungsprogramm, den „Digitalpakt“ für Schulen sowie die Förderung von Forschung und der Umsetzung ihrer Ergebnisse in marktreife Produkte ein. Angesichts zahlreicher Teilnehmer mit einem beruflichen Hintergrund im Bildungs- und Forschungsbereich regte das damit umrissene weite Feld die Anwesenden sehr zu Diskussionsbeiträgen an.

Jürgen Plöhn

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. Juli 2018 um 18:56 Uhr
 

Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe

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Persönliche Erklärung des EAK-Bundesvorsitzenden zu seiner heutigen Ablehnung des Gesetzesentwurfs zur Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe

 

Zum heutigen Beschluss des Deutschen Bundestages zur “Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“ (Drucksache 18/6665) erklärt der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK), Thomas Rachel MdB:


Der Deutsche Bundestag hat heute mehrheitlich beschlossen, das Recht auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts einzuführen. Ich vertrete bei diesem Thema eine andere Auffassung und habe deshalb diesen Gesetzesentwurf des Bundesrates abgelehnt.


In Deutschland kann jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Das ist gut so. Würde und Wertschätzung einer Person sind unabhängig von sexueller Orientierung oder anderen Unterscheidungsmerkmalen. In einer offenen, freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft gibt es vielfältige Formen von Familien und Partnerschaftsmodellen. Grundlegende Werte wie Liebe, Treue, Geborgenheit und Verlässlichkeit in einer auf lebenslanger Dauer angelegten Beziehung werden auch von gleichgeschlechtlichen Paaren gelebt. Dort, wo gleiche Werte gelebt, Rechte und Pflichten beidseitig ausgeübt werden und Menschen für einander einstehen, sollten auch gleichwertige rechtliche Maßstäbe ermöglicht werden.


Der Begriff der ‚Ehe‘ hat eine lange kulturelle und religiöse, christliche Tradition als eine auf Lebenszeit angelegte verbindliche Verbindung von Mann und Frau. Ausschließlich Paare von Frau und Mann können Kinder zeugen und Leben schenken. Jedes Kind hat einen Vater und eine Mutter. Dies zeigt, dass die ‚Eingetragene Lebenspartnerschaft‘ und die ‚Ehe‘ trotz ihrer rechtlichen Gleichstellung, dennoch in einem zentralen Wesensmerkmal unterschiedlich sind. Der Begriff der ‚Ehe‘ sollte deshalb aus meiner Sicht nicht umdefiniert werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat die Ehe als allein der Verbindung zwischen Mann und Frau vorbehaltenes Institut definiert und gesteht ihr einen eigenständigen verfassungsrechtlichen Schutz durch Art. 6 Abs. 1 Grundgesetz zu.


Eine Umdefinition des verfassungsrechtlich geschützten und vom Bundesverfassungsgericht klar bestimmten Ehebegriffs kann nach meinem Rechtsverständnis nicht einfach-gesetzlich ohne eine Verfassungsänderung geändert und neu definiert werden. Auf Basis dieser Überlegungen befürworte ich eine rechtliche Gleichstellung von Ehe und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften. Den Gesetzesentwurf ‚Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts’ habe ich aber abgelehnt, da er den Begriff der Ehe umdefiniert.“

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 01. Juli 2017 um 08:19 Uhr
 

Deutsche Leitkultur

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Thomas de Maiziere verdient für seine Gedanken zum Thema Leitkultur Dank und keine Kritik. Integration ist ein Thema, das sich nicht von selbst erledigt, sondern der Diskussion bedarf. Hierzu hat der Bundesinnenminister klare Gedanken formuliert. Die reflexartige Kritik aus vielen Parteien ist unangebracht, schließlich haben de Maizieres Kernpunkte nichts Ausgrenzendes, sondern geben Deutschen wie auch integrationswilligen Ausländern einen Leitfaden, an dem sie sich orientieren und identifizieren können.

Diskutiert werden könnte höchstens, ob nicht noch Punkte ergänzt oder manche etwas verändert werden sollten, aber im Grundsatz hat Thomas de Maiziere das Zusammenleben der Menschen in unserem Land treffend gezeichnet.
Wird er hierfür von vielen Parteien kritisiert und angegriffen, spielt das nur wieder den Populisten in die Hände. Hätten wir vor Jahren schon eine klare Linie in der Integrationspolitik aufgestellt, hätten AfD und ähnliche Gruppierungen es nicht so leicht gehabt, Menschen die vom kritiklosen Multi-Kulti enttäuscht sind, für sich zu gewinnen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. Mai 2017 um 19:20 Uhr
 

Die Bundesregierung darf Erdogan nicht nachgeben

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Spätestens seit dem Streit zwischen den Niederlanden wird es erforderlich, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den anderen EU-Staaten Position bezieht.
Es kann nicht sein, dass ein totalitär regierender Präsident die Verfassung seines Landes so verändern will, dass noch mehr Macht in seinen Händen gebündelt ist. Das allein ist zu verurteilen! Dass dieser Präsident dann aber rumpöbelt und beleidigt, wenn er seinen Willen nicht bekommt, ist wirklich zu viel des erträglichen. Wahllos bedroht und beleidigt er andere Länder. Spätestens jetzt ist die Bundesregierung gefordert und muss klar Stellung beziehen. Sie muss Erdogan klarmachen, dass Deutschland nicht der Ort ist, um für eine undemokratische Verfassung zu werben. Sie muss ihm klar machen, dass Politiker, egal welcher Nationalität, die Deutschland als Naziland bezeichnen, hier nicht willkommen sind. Und sie muss deutlich machen, dass wir es auch nicht hinnehmen, wenn befreundete Länder wie die Niederlande als Nazis bezeichnet werden und ihnen mit, nicht näher definierten, Konsequenzen gedroht wird. Wegducken und Abwarten sind hier nicht der richtige Weg!
Auch für das krisengeschüttelte Europa wäre es gut, wenn ein gemeinsames Signal gesandt würde, das klar macht: Diktatoren haben hier nichts zu wollen. Das wäre ein erster Schritt, um die EU bei den Menschen wieder etwas glaubwürdiger zu machen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. März 2017 um 20:10 Uhr
 

Massentierhaltung- Die Geflügelpest sollte uns die Augen öffnen

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Die Geflügelpest ist eine Krankheit, die seit mehr als 100 Jahren bekannt ist und vor allem Wasser-und Hühnervögel befällt, und nicht selten tödlich für diese Tiere verläuft. Aufgetreten ist sie immer wieder, ohne größere "Schäden" anzurichten. Seit 11 Jahren scheint sich die Lage aber dramatisiert zu haben. Nicht in den Wildvogelpopulationen, da gibt es zwar immer wieder tote Tiere, in denen das Virus gefunden wird.Wohl aber in etlichen Nutzgeflügelbeständen, besonders aufsehend erregend in Massentierhaltungen mit zehntausenden Tieren auf engstem Raum. Für viele Menschen ist diese Haltungsform von Nutztieren schon lange inakzeptabel, auch wir als Christen fragen uns, ob das der richtige Umgang mit der uns anvertrauten Schöpfung ist. Durch das aktuelle Seuchengeschehen in der Geflügelhaltung sind alleine diesen Winter schon 800000 Vögel gestorben, allerdings die wenigsten durch das Virus direkt sondern vielmehr durch vorbeugende Massenkeulungen in Betrieben, in denen das Virus nachgewiesen wurde. Das gibt es so erst seit wenigen Jahren, die Krankheit an sich aber schon seit über 100 Jahren. Geändert hat sich in dieser Zeit lediglich unser Umgang mit Nutztieren. Vor 30 Jahren noch war bäuerliche Kleinhaltung die Regel, Massenställe mit bis zu 100000 Tieren die Ausnahme. Das hat sich nun umgekehrt, da liegt der Schluss doch Nahe, dass die veränderten Haltungsbedingungen, zumindest indirekt,die Dramatik des Seuchengeschehens erst möglich machen. Auch wird eine Mutation des Virus, möglicherweise in die Richtung, dass eines Tages auch Menschen betroffen sein könnten, durch enge Haltung ohne Sonne und Frischluft, begünstigt. Dass die prophylaktische, flächendeckende Gabe von Antibiotika in der Massentierhaltung mit zur Bildung von resistenten Bakterien beigetragen hat, ist kein Geheimnis.

Somit ist die immer industrialisiertere Haltung von Nutztieren nicht nur ein Missbrauch der Schöpfung, sondern kann sich zu einer konkreten Gefahr für die Menschen entwickeln. Wir fordern alle Verantwortlichen auf, sich zu diesem Thema zu informieren und ihre eigene Haltung dazu gegebenenfalls zu überdenken.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. Februar 2017 um 20:42 Uhr
 


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